Projekte, die für sich sprechen.
Ausgewählte Entwicklungs- und Serienprojekte aus über 50 Jahren.
Gate-Treiber-Übertrager für einen Flugantrieb mit 2 MW
Ein europäisches Demonstrator-Programm sollte zeigen, dass hybrid-elektrisches Fliegen im Verkehrsflugzeug-Maßstab funktioniert: Eines von vier Triebwerken eines Testflugzeugs sollte durch einen Elektromotor mit 2 Megawatt ersetzt werden, gespeist über einen Generator und Leistungselektronik.
STEGER entwickelte für die Leistungselektronik dieses Antriebs die teilentladungsfreien Ansteuerübertrager: bis 500 W Treiberleistung, TE-frei > 4 kV, bei geringer Masse. Gelöst wurde das mit einer Verkettung aus Spezialimprägnierung und Verguss sowie einem Flyback-Design mit geringer Streuinduktivität. Die Entwicklung lief gemeinsam mit einem führenden Antriebshersteller, von der Auslegung über Muster und Qualifikation bis zur Kleinserie für den Demonstrator.

Partner: führender Antriebshersteller
Die Drossel, die einen Roll-out gerettet hat
Wenige Monate vor dem geplanten Roll-out eines bekannten zivilen Großraumflugzeugs stand das Programm vor einem Problem: Das vorgesehene Bauteil eines Marktbegleiters war durch die Qualifikation gefallen. Ein neuer Lieferant musste ein besseres Bauteil liefern, und zwar in eine bereits fixierte Bauform hinein, denn um die Drossel herum war das Gerät längst konstruiert.
STEGER entwickelte die Drossel innerhalb eines Quartals. An der Geometrie ließ sich nichts ändern. Der Hebel lag in der Materialauswahl und der Spezialimprägnierung, ausgelegt darauf, die Teilentladungsfestigkeit von über 4,5 kV in der Wicklung auch über die Lebensdauer zu halten. Die Qualifikation wurde bestanden, der Roll-out-Termin gehalten. Seither läuft die Serienlieferung über die Programmlaufzeit, ohne bekannte Ausfälle.

Jahrzehnte Großserie – und die Linie, die sie gefertigt hat
Sicherheitstransformatoren nach EN 61558-2-6 fertigte STEGER über Jahrzehnte in Großserie für den Herd- und Kochfeldbereich eines führenden Hausgeräteherstellers. Die Transformatoren müssen dauerhaft hohen Temperaturen standhalten und wurden in großen Stückzahlen pro Jahr geliefert, jedes Los mit aggregiertem Prüfprotokoll und 100 % elektrischer Endprüfung.
Möglich machte das eine eigens aufgebaute, automatisierte Fertigungslinie und eine Trafo-Tradition, die älter ist als das Programm: von Projektor- über Schreibmaschinen- bis zu Hausgeräte-Transformatoren. Das Programm ist planmäßig ausgelaufen. Die Linie steht, ist eingefahren und fertigt weiterhin Sicherheitstransformatoren, vom Nachbau abgekündigter Typen bis zur Neuauslegung.

Sensorwicklungen mit lückenloser Chargenzuordnung – in laufender Serie
Für sicherheitsrelevante Sensorik in zivilen Verkehrsflugzeugen fertigt STEGER vielschichtige Präzisionswicklungen. Die Lagen werden exakt übereinander aufgebaut, damit die Induktivität ihren festen µH-Zielwert innerhalb enger Toleranzen erreicht. Anschließend wird jede Spule mit ihrem Magnet in einem engen Toleranzfenster gepaart. Die eigentliche Aufgabe ist die Logistik dahinter: Jedes Paar braucht den passenden Chargenbezug, und das über tausende Bauteile und viele Jahre hinweg.
STEGER hat den kompletten Ablauf digitalisiert, mit selbst entwickelter Software: Magnete und Spulen werden vermessen, der Algorithmus überwacht diese Messungen und bildet die Paare innerhalb der Toleranzfenster, jedes Bauteil erhält seine DataMatrix-Kennzeichnung, und je Bauteil entsteht ein Chargenbericht mit Messwerten.
Auch die Qualitätskriterien sind dokumentiert: Weil sich der entscheidende Endwert in der Fertigung nicht direkt messen lässt, wurden aus messbaren Ersatzgrößen Grenzwerte abgeleitet und in einer eigenen Grenzwert-Studie festgehalten. Meldet der Kunde neue Werte, werden die Grenzwerte nachgeführt.


Fahrregler als Komplettgerät: Sicherheitstransformator nach EN 61558-2-6 samt Elektronik
Für einen bekannten Modellbahnhersteller fertigt STEGER ein komplettes Endprodukt in laufender Serie: einen Fahrregler mit Sicherheitstransformator und Steuerungselektronik, von der Wicklung bis zum geprüften Gerät.
Der technische Kern liegt in der Wicklung: Ein dreifach verschachtelter Sonderspulenkörper trägt eine Wicklung, die ähnlich einem Potentiometer mechanisch abgreifbar sein muss. Damit das in Serie funktioniert, hat STEGER eine eigene Bürstmaschine gebaut, die die Wicklungsoberfläche definiert bearbeitet. So entsteht eine variable Ausgangsspannung, die sich über den definierten Wickelaufbau reproduzierbar fertigen lässt.

Die Konstanten hinter den Projekten.
Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt.
Schildern Sie uns Anwendung und Anforderungen – eine Problembeschreibung genügt für den Einstieg.
Anfrage senden